Klensby

Entstehung und Entwicklung der Dörfer und Ortschaften

 

Jetzt leben wir im Zeitabschnitt des Holocän (Alluvium). Nur in den letzten beiden Zeitabschnitten (Diluvium und Alluvium) gab und gibt es Menschen.
Vorstehend wurde versucht, einen kurzen überblick über die gewaltige Zeitspanne zu vermitteln, die erforderlich war, um den heutigen Zustand her­beizuführen. Besonders wurde dieser überblick auch gegeben, um darauf aufmerksam zu machen, wie lange Zeiten erforderlich waren, um das her­vorzubringen, von dem wir heute leben und das wir oft in wenigen Jahren un­wiederbringlich wider besseres Wissens zerstören.
   Wir sollten darüber nachdenken und unsere Handlungsweisen entsprechend gestalten. Teilbericht

wird fortgesetzt. Es dürfen auch Autoren sich melden und mit ihrem Namen hier veröffentlichen.

 
   
     
   
 

Der Klensbyer Krug  - 1820 – 1969
Baujahr 1820.Ein Anwesen bestand schon seit 1531.
Erweiterungsbau 1859

Abgebrannt 1966
Neubau 1966/67

Der Krug in Klensby ist aus einer Vollhufe, die zum Graukloster gehörte, entstanden.

Besitzfolge

Pawelsen                             Johann                                                    um    1531
Kalsen  
Peter                                                         um    1543

Kalsen                                  Nis                                                            nach 1571
Mathiesen oder
Olefsen                                                    um     ?

Petersen                              Lorenz                                                     um     1673

Ab hier bestehen zwei Halbhufen. Eine davon wurde die spätere Landkrugstelle unter folgenden Besitzern.

Dirksen                                 Asmus                                                     +          1714
war der Schwiegersohn von Lorenz Petersen
Diedrichsen oder
Asmussen Dierk                                   +          1757

Dierksen                              Asmus                                                     +          1766
Michelsen                            Peter                                                        um      1774
Petersen
Johan Friedrich                                    +          1793

Paulsen                                Claus                                                       +          1806
richtete den Krug ein
Pröwig
Asmus Friedrich
+ 1845
Pröwig 
Hinrich Christoph                                 +          1864

baute den neuen Krug
Pröwig                                  Gustav                                                     um      1872
in diesen Jahren fand ein Grunstückstausch statt
Pröwig 
Asmus Friedrich                                     +          1875

Köhnert                                Fritz                                                          bis      1887
hat nur die Gastwirtschaft mit wenig Land nachbehalten
Bendixen                             Heinrich                                                  verkaufte 1894 an
Burg                                      Karl                                                           verkaufte 1998 an
Lüthje                                   Karl Friedrich                                         verkaufte 1900 an
Meyer                                    Christian                                                 verkaufte 1911 an
Gundlach                             Karl                                                           verkaufte 1932 an
Rüsing                                  Peter                                                        verkaufte 1933 an
Knopf                                    Ernst (Schwiegersohn von Peter Rüsing).

Seit dem Bau der Bahn im Jahre 1883 nahm die Beliebheit des Kruges gemäß der steigenden Allgemeinentwicklung laufend zu. Die Ausflügler kamen meist aus Schleswig. Es war üblich, eine Tour von Schleswig nach dort mit der Bahn zu fahren und den Hin- oder Rückweg zu wandern. Im Garten des Landkruges befand sich auch eine Kegelbahn und ein Springbrunnen. Auch war ein Tanzsaal vorhanden. Die örtlichen Vereine, besonders der „Klensbyer Klub“, hielten ihre Veranstaltungen im Krug ab. Seit 1959 Poststelle.
Im Jahre 1966 brannte der Krug durch Blitzschlag am 12. September ab. Auf gleichem Platz baute Knopf wieder auf und betrieb darin bis 1969 das „Cafe Klensby“. Seit 1969 besteht in Klensby kein Krug mehr.

Als Besonderheit ist hier noch die Entstehung des „Klensbyer Klub“ nachzutragen.
Regelmäßig mußten die Klensbyer Bauern jährlich ihre Abgaben an das Graukloster, das Obereigentümer war, entrichten. Zu diesem Zweck trafen sie sich im Krug. Diese jährlichen Zusammenkünfte wurden im Laufe der Zeit mit einem festlichen Beisammensein abgeschlossen und nach der Ablösung des Klosters in den Jahren 1874/78 als „Klensbyer Klub“ weiterhin beibehalten.

Im Jahre 1996 hatten einige Klensbyer Bürger die Idee, man könne diese alten Gewohnheiten wieder aufleben lassen. Man veranstaltet von da an wieder jährliche Zusammenkünfte, heute allerdings in einem Festzelt in fröhlicher Runde. Abgaben werden für das leibliche Wohl, Essen, Trinken  und Belustigungen entrichtet.  Überschüsse werden nicht erzielt, da alles mit gemeinsamer gegenseitiger Hilfe geschieht, um die alte Tradition „festliches Beisammensein“ zu bewahren. Leider hat man erst spät mit dem Protokollbuch begonnen.
Das erste Protokoll stammt vom 3.2.1912, dem Tag der Generalversammlung. Im Jahre 1919 weist der Mitgliederbestand 69 Mitglieder aus der sich allerdings bis 1935 bis auf 21 Mitglieder reduzierte. Das Interesse am Klub hatte nachgelassen. Dies war hauptsächlich wohl darauf zurückzuführen, dass in der seit 1933 angebrochenen bewegten Zeit die Menschen mit anderen Dingen beschäftigt waren. Am 28. Januar 1933  wurde auf der Generalversammlung beschlossen, am 4. März 1933 das erste Vergnügen des Jahres zu veranstalten. Folgender Prolog wurde verlesen:

Prolog

Prolog2

Im Jahre 1996 hatten einige Klensbyer Bürger die Idee, man könne diese alten Gewohnheiten wieder aufleben lassen. Man veranstaltet von da an wieder jährliche Zusammenkünfte, heute allerdings in einem Festzelt in fröhlicher Runde.Abgaben werden für das leibliche Wohl, Essen, Trinken  und Belustigungen entrichtet.  Überschüsse werden nicht erzielt, da alles mit gemeinsamer gegenseitiger Hilfe geschieht, um die alte Tradition „festliches Beisammensein“ zu bewahren.


Klensbyer Bilder finden Sie hier !

 
 
um 1914
     
 
um 1928